Überwachung des Bodenseezustandes

Um den Bodensee wirksam schützen zu können, müssen
zuerst die wesentlichen Zusammenhänge im komplizierten Wirkungsnetz von
chemischen, physikalischen und biologischen Vorgängen bekannt sein. Im
See werden die verschiedenen Lebensräume (Wasser, Seeboden, Ufer)
getrennt untersucht. Der freie Wasserkörper stellt dabei das am
schnellsten veränderliche Biotop dar.
Im Wesentlichen erfolgt die Überwachung durch das
Institut für Seenforschung (ISF) (externer Link) in Langenargen, ferner durch den
Kanton Thurgau (externer Link), die
Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserversorgung und
Gewässerschutz (EAWAG) (externer Link)
in Dübendorf/Schweiz und das
Umweltinstitut des Landes Vorarlberg (externer Link), des weiteren durch die
Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (externer Link) bei Öhningen sowie
die
Bodenseewasserversorgung (BWV) (externer Link) in Sipplingen.
Durch Messstellen im Bodensee-Obersee an der
tiefsten Stelle auf der Linie
Fischbach-Uttwil. Weitere Stellen östlich und westlich davon sowie im
Untersee.
Durch regelmäßige Messprogramme:
physikalisch-chemische Kenngrößen wie Temperatur, Sauerstoff,
Phosphorgehalt etc.. Ferner pflanzliches und tierisches Plankton (Phyto-
und Zooplankton).
Durch spezielle Untersuchungen: in regelmäßigen
Abständen wird beispielsweise der Seeboden untersucht, ferner bei Bedarf
im Rahmen von Sonderprogrammen Untersuchungen über das Ökosystem im
Uferbereich (Litoral) die teilweise auch von Universitäten durchgeführt
werden.
Die Ergebnisse der Untersuchungen und Berechnungen
der IGKB sind in der Reihe der "Blauen
Berichte" festgehalten. Seit 1976 erscheinen die Jahresberichte
"Limnologischer Zustand des Bodensees" in der Reihe "Grüne
Berichte" in welchen die Ergebnisse der Messungen im See laufend
publiziert werden.

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