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Kläranlagen im Einzugsgebiet

In den letzten 50 Jahren wurden von den Anrainerstaaten weit über 4 Mrd. € in den Bau von Kläranlagen ausgegeben. Des Weiteren werden die jährlich erhobenen Kläranlagendaten vom Einzugsgebiet im Grünen Bericht zusammengetragen und ausgewertet. Zudem stehen die Kläranlagenkarten vom Einzugsgebiet (auch in Englisch und Französisch), sowie einzelner Ländereinzugsgebiete zum Herunterladen bereit.

 Vergleich der Abwasserbeseitigungen in 2017/2018

Zahlen zur Abwasserbeseitigung im Bodensee-Einzugsgebiet

2017

2018

Einwohner in ARA-Einzugsgebieten (Anzahl)

1'688‘100

1'682'500

Einwohner an zentrale ARA (Kategorie I bis III) angeschlossen (Anzahl)

1'659'600[1]

1'654'300[2]

Einwohner nicht an zentrale ARA (Kategorie I bis III) angeschlossen (Anzahl)

28'500

28'200[3]

davon[4]

- Abwasser dezentral ordnungsgemäss entsorgt

- Abwasser nicht ordnungsgemäss entsorgt

23'600

4'900

23'400

4'800

Ordnungsgemässe dezentrale Abwasserentsorgung (in Prozent)

Ordnungsgemässe zentrale Abwasserentsorgung (in Prozent)

82.7

98.3

83.0

98.3

Ordnungsgemässe Abwasserentsorgung total (in Prozent)

99.7

99.7

Einwohnerwerte an ARA angeschlossen (Anzahl, Basis: CSB, 85%-Wert[5])

3'080‘000

3'120'000

Abwasserreinigungsanlagen (ARA) gemäss IGKB-Richtlinie

 

- Kategorie III (> 40'000 EW)

- Kategorie II (1'000 - 40'000 EW)

- Kategorie I (50 - 1'000 EW)

33

117

62

34

114

61

Abwasserreinigungsanlagen total (Anzahl)

212

209

davon mit

- Nitrifikation

- Denitrifikation

- Phosphorelimination

- weitergehende Reinigung (z.B. Flockungsfiltration)

- Spurenstoffbehandlung

179

117

156

16

3

177

118

154

15

3

Ablauffrachten ARA

 

- Jahresabwassermenge (in 1'000 Kubikmeter)

- Gesamtphosphor (in Tonnen)

- Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB, in Tonnen)

- Totaler organischer Kohlenstoff (TOC, in Tonnen)

- Anorganischer Stickstoff (Nanorg, in Tonnen)

280'641

70.3

5'815

1'591

2'931

237'935

60.8

5'043

1'388

2'620

Mit weitergehender Reinigung behandelte Abwassermenge

 

- Filtration (ohne Spurenstoffbehandlung, in Prozent)

- Spurenstoffbehandlung (in Prozent)

22.8

8.7

21.7

8.9

Regen- und Mischabwasser

 

- Flächenanteil im Mischsystem (in Prozent)[6]

- Ausbaugrad Mischsystem (in Prozent)

76.5

93.1

78.3

93.2


[1] Abwasser von ca. weiteren 94'700 Einwohnern geht zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets

[2] Abwasser von ca. weiteren 95'000 Einwohnern geht zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets

[3] Werte für Graubünden nur teilweise aktualisiert

[4] Begriffe gelten im Sinne des Arbeitsmanuals

[5] Baden-Württemberg: Mittelwert

[6] ohne Vorarlberg

 

Ende des Berichtsjahres 2018 waren von den 1,68 Millionen Einwohnern in ARA-Einzugs­ge­bieten des Bodensees rund 1,65 Millionen an eine zentrale Abwasserreinigungsanlage (ARA) angeschlossen. Daneben wird das Abwasser von etwa 94‘700 Einwohnern zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets geleitet. Ende 2018 waren 28‘200 Einwohner nicht an ARA angeschlossen. Der Anschlussgrad an eine zentrale Reinigungsanlage lag 2018 bei 98,3 %. Bei den nicht an eine zentrale Reinigungsanlage angeschlossenen Einwohnern war die Entsorgung 2018 bei rund 83,0 % ordnungsgemäss. Gesamthaft lag die korrekte Abwasserentsorgung (zentral und dezentral) 2018 bei 99,7 %.

Die Jahresabwassermenge aus den insgesamt 209 ARA im Bodensee-Einzugsgebiet betrug im Jahr 2018 rund 238 Mio. m³. 30,6 % dieses Abwassers wurden in 15 Anlagen einer weitergehenden Reinigung (z.B. Flockungsfiltration) unterzogen. Die jahresmittlere Ablaufkonzentration in diesen Anlagen betrug im Durchschnitt 0,13 mg/l Pgesamt. In weiteren 139 Anlagen wurden 68,8 % der Abwassermenge durch Phosphatfällung behandelt (jahresmittlere Ablaufkonzentration durchschnittlich 0,28 mg/l Pgesamt).

Der Eintrag von Phosphor in den Obersee aus den 17 seeanliegenden Abwasserreinigungsanlagen (Stockacher Aach, Uhldingen, Immenstaad, Friedrichshafen, Eriskirch, Kressbronn, Lindau, Leiblachtal, Bregenz, Hofsteig, Altenrhein, Morgental, St. Gallen-Hofen, Romanshorn, Kesswil, Münsterlingen und Aachtal) wurde mit Hilfe der durchgeführten Abwasseruntersuchungen ermittelt. Er betrug im Jahr 2018 14.4 Tonnen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 1.8 Tonnen.  

(Quelle: Bericht der Sachverständigen zum Fachbereich Einzugsgebiet, 65. Kommissionstagung)

  
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