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Kläranlagen im Einzugsgebiet

 

 Vergleich der Abwasserbeseitigungen in 2019/2020

 


[1] Abwasser von ca. weiteren 94'700 Einwohnern geht zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets

[2] Abwasser von ca. weiteren 95'000 Einwohnern geht zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets

[3] Werte für Graubünden nur teilweise aktualisiert

[4] Begriffe gelten im Sinne des Arbeitsmanuals

[5] Baden-Württemberg: Mittelwert

[6] ohne Vorarlberg 

  

Ende des Berichtsjahres 2020 waren von den 1,70 Millionen Einwohnern in ARA-Einzugs­ge­bieten des Bodensees rund 1,67 Millionen an eine zentrale Abwasserreinigungsanlage (ARA) angeschlossen. Daneben wird das Abwasser von etwa 95‘300 Einwohnern zu Anlagen ausserhalb des Bodensee-Einzugsgebiets übergeleitet. Ende 2020 waren 26‘700 Einwohner nicht an ARA angeschlossen. Der Anschlussgrad an eine zentrale Reinigungsanlage lag 2020 bei 98,4 %. Bei den nicht an eine zentrale Reinigungsanlage angeschlossenen Einwohnern ist die Entsorgung gemäss Abschätzungen der letzten Jahre bei über 80 % ordnungsgemäss (Landwirtschaft oder Kleinkläranlage). Gesamthaft liegt die korrekte Abwasserentsorgung (zentral und dezentral) bei über 99,5 %. Ein gewisses Sanierungspotenzial liegt somit bei der dezentralen Abwasserentsorgung, was einer Daueraufgabe entspricht.

Die Jahresabwassermenge aus den insgesamt 211 ARA im Bodensee-Einzugsgebiet betrug im Jahr 2020 rund 261 Mio. m³. 30,6 % dieses Abwassers wurden in 15 Anlagen einer weitergehenden Reinigung (Flockungsfiltration, Spurenstoffelimination) unterzogen. Die jahresmittlere Ablaufkonzentration in diesen Anlagen betrug im Durchschnitt 0,16 mg/l Pgesamt. In weiteren 138 Anlagen wurden 68,8 % der Abwassermenge durch Phosphatfällung behandelt (jahresmittlere Ablaufkonzentration durchschnittlich 0,30 mg/l Pgesamt).

5 ARA (Langwiese, Kressbronn, Stockacher Aach, Altenrhein, Eriskirch) sind mit einer Stufe zur Elimination von organischen Spurenstoffen ausgerüstet (Verfahren mit Pulveraktivkohle, Ozonung oder kombiniert Ozonung mit granulierter Aktivkohle). Sie reinigen 13,1 % der gesamten Jahresabwassermenge.

Der Eintrag von Phosphor in den Obersee aus den 17 seeanliegenden Abwasserreinigungsanlagen (Stockacher Aach, Uhldingen, Immenstaad, Friedrichshafen, Eriskirch, Kressbronn, Lindau, Leiblachtal, Bregenz, Hofsteig, Altenrhein, Morgental, St. Gallen-Hofen, Romanshorn, Kesswil, Münsterlingen und Aachtal) wurde mit Hilfe der durchgeführten Abwasseruntersuchungen ermittelt. Er betrug im Jahr 2020 17,1 Tonnen. Dies entspricht in etwa den Mengen der Vorjahre (2019: 17,9,  2018: 14,4, 2017: 13,9 Tonnen).

(Quelle: Bericht der Sachverständigen zum Fachbereich Einzugsgebiet, 67. Kommissionstagung)

  
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