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Wasserstände

 

Während die Hochwassergefahr in den Zuflüssen besonders im Winter steigt, verringern zurückgehende Niederschläge und fehlendes Schmelzwasser im Frühjahr den Zufluss über den Rhein erheblich. Der Rückgang der Alpengletscher verstärkt das sommerliche Niedrigwasser noch, da im Hochsommer und Herbst dann auch weniger Schmelzwasserdurch die Gletscherbäche zufließt. Die Folge sind häufige Extrema wie das anhaltende Niedrigwasser im Jahr 2006 und im Sommer 2003, als große Uferbereiche völlig trockenfielen oder das Jahrhunderthochwasser 1999, dessen Folgen noch lange nachwirkten.


Wasserstand Pegel Konstanz - Veränderungen

 


Wasserstand Pegel Konstanz 2018

  

Das Jahr 2018 zeigte eine zweigeteilte Entwicklung bei den Wasserständen. Während diese im ersten Halbjahr kontinuierlich über den langjährigen Mittelwerten lagen, waren in der zweiten Jahreshälfte – mit Ausnahme einiger weniger Tage Ende Dezember – die Wasserstände generell niedriger als im langjährigen Durchschnitt. Bemerkenswert waren dabei die Monate Januar, Februar und März, in denen zum Teil deutlich höhere Messwerte und speziell Ende Januar bis Anfang Februar neue Rekordmaxima des Wasserstandes für diese Jahreszeit erreicht wurden. Im Sommer und Herbst dagegen sanken die Wasserstände in allen Seeteilen aufgrund unterdurchschnittlicher Niederschlagsmengen im Jahresverlauf deutlich ab Im Obersee lag der Wasserstand von Juli bis Oktober zwischen 55 und 85 cm unter dem langjährigen Mittel für diese Jahreszeit, die minimalen Niedrigwasserstände wurden jedoch nicht unterschritten. Dies war allerdings über viele Tage hinweg im August im Untersee der Fall. 

Das Jahr 2018 wies bezüglich der Zuflussmengen im Hauptzuflussmengen im Alpenrhein keine besonderen Extrema auf und zeigte ein durchschnittliches Abflussverhalten. Zur Zeit der Schneeschmelze im alpinen Einzugsgebiet des Alpenrheins wurde die höchsten Monatsmittelwerte im Mai mit 453 m³/s und im Juni mit 374 m³/s gemessen. Die im Vergleich zum langjährigen mittleren Abfluss von 379 m³/s (Messperiode 1984-2016) relativ hohen Abflüsse im Mai führten zu einem Anstieg des Wasserstands im Bodensee.

Der höchste Tagesmittelwert wurde mit 588 m³/s am 29.05.2018 registriert, wobei die höchste Maximalabflussmenge mit 644 m³/s am 30.05.2018 gemessen wurde.

(Quelle: Bericht über den limnologischen Zustand des Bodensees im Jahr 2018, 65. Kommissionstagung)

  

  

Extreme Wasserspiegelschwankungen wie im Jahr 1999 und 2006 wurden statistisch ausgewertet und in Übersichtskarten dargestellt.  

Wasserstand-Grafik Pegel Konstanz 1999 und 2006

 


Foto Niedrigwasser 2003 ©ISF

 

 

Karte Niedrigwasserstand von 2006Download-Link(PDF-Datei, 657,35 KB)

Karte Hochwasserstand von 1999Download-Link(PDF-Datei, 675,78 KB)


Aktuelle Pegelstände und weitere Informationen zu grenzüberschreitende Hochwasservorhersage finden Sie unter http://www.bodensee-hochwasser.infoexterner Link(externer Link) .

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