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Zentrale Messdatenbank vom Bodensee

Abb. 1: Gesamtphosphorverteilung in Seemitte (Fischbach-Uttwil) von 2008 bis 2018

Die Konzentration des Gesamtphosphors betrug im volumengewichteten Jahresmittel 2018 7,6 µg/L und liegt damit im selben Bereich wie die Jahre zuvor (2017: 7,5 µg/L, 2016: 8,0 µg/L) (Abb. 1). Diese mittlere Konzentration ist typisch für einen großen und tiefen Alpensee. Während der Zirkulationsphase im Februar bis April 2018 wurden 7,9 µg/L festgestellt (2017: 8,0 µg/L, 2016: 7,9 µg/L).

Abb. 2: Langfristige Entwicklung der Gesamtphosphorkonzentrationen (oben), der Zirkulation (Mitte) und der minimalen Sauerstoffkonzentrationen über Grund (unten) im Bodensee-Obersee (Fischbach-Uttwil)

Die Sauerstoffgehalte im tiefen Hypolimnion des Obersees konnten sich im Jahr 2018 aufgrund der sehr guten Zirkulation (Abb. 2) erholen. Im März konnte über die gesamte Wassersäule mehr als 10 mg/L Sauerstoff gemessen werden. Dies stellte einen guten Startwert in der Tiefe dar, wobei im Jahresverlauf 2018 eine kontinuierliche Abnahme bis zum herbstlichen Minimum im November von 6,4 mg/L beobachtet wurde (2017: 6,1 mg/L).

Die sehr gute Vollzirkulation im März 2018 ist auch an den Gesamtphosphor-Konzentrationen ersichtlich. Während zwischen 2012 und 2016 das Tiefenwasser des Bodensees nur unzureichend ausgetauscht werden konnte, kam es zu einer Konzentrationszunahme in der Tiefe (Abb. 1). Diese Zunahme zeigt sich am deutlichsten direkt über dem Seegrund. Bereits 2017 kam es zu einer ersten Erholung der hohen Phosphor-Konzentrationen über Grund und im Jahr 2018 konnte annährend dieselbe Konzentration bis in 250 m Tiefe nachgewiesen werden.

 

Abb.3: Langfristige Entwicklung der Stickstoff- und Chloridkonzentrationen im Bodensee-Obersee (Fischbach-Uttwil)

  

Der anorganische Stickstoff (Nitrat-, Nitrit- und Ammoniumstickstoff) mit Nitrat als Hauptkomponente lag 2018 weiterhin konstant bei 0,89 mg/L wie auch in den Jahren 2016 und 2017. Damit liegt die Konzentration an anorganischem Stickstoff seit Anfang der 1980er Jahre im Bereich von ca. 0,9-1,0 mg/L (Abb. 3).

Bei Chlorid als Indikator vielfältiger Einträge aus dem Siedlungsbereich zeichnet sich seit 2004 einzunehmender Trend ab (Abb. 3). Während es im Jahr 2003 noch 5 mg/L waren, stieg die Konzentration 2013 auf 6,9 mg/L an. Seitdem konnte eine geringere Zunahme festgestellt werden, wobei 2018 eine Konzentration von 7,2 mg/L gemessen wurde. Ein beträchtlicher Teil der Zunahme stammt aus der winterlichen Straßensalzung, wie im Grünen Bericht 37 ausgeführt wurde. 

 

(Quelle: Bericht über den limnologischen Zustand des Bodensees im Jahr 2018, 65. Kommissionstagung)

Datengrundlage hierfür ist die zentrale Datenbank des Bodensee-Wasserinformationssystems, welche zahlreiche biologische, chemische und seenphysikalische Parameter beinhaltet BOWIS-ParameterlisteDownload-Link(PDF-Datei, 19,77 KB)

 

 

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