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Zentrale Messdatenbank vom Bodensee

 

Langfristige Entwicklung der Gesamtphophorkonzentrationen, der Zirkulation und der minimalen Sauerstoffkonzentrationen über Grund im Bodensee-Obersee (Fischbach-Uttwil).

2016 betrug die Konzentration des Gesamtphosphors im volumengewichteten Jahresmittel 8,0 µg/L. Damit liegt diese über dem Vorjahreswert von 7,6 µg/L. Insgesamt liegt die mittlere Konzentration an Gesamtphosphor in einem für große oligotrophe Alpenseen typischen Bereich. In der Zirkulationsphase 2016 (Mittelwert Februar bis April) wurde mit 7,9 µg/L ein etwas niedrigerer Wert als im Vorjahr festgestellt (2015: 8,5 µg/L, 2014: 6,1 µg/L).

Die Sauerstoffgehalte im tiefen Hypolimnion des Obersees haben sich auch 2016 durch die unzureichende Zirkulation nicht ausreichend erholen können, so dass im Jahresverlauf 2016 in 250 m Tiefe eine kontinuierliche Abnahme bis zum herbstlichen Minimum im November von 5,2 mg/L (2015: 5,9 mg/L) beobachtet wurde. Aufgrund der fehlenden Vollzirkulation seit 2012 zeigt das herbstliche Sauerstoffminimum über Grund immer geringere Konzentrationen (2012: 7,2 mg/L bis 2016: 5,2 mg/L).

 

Gesamtphosphorverteilung in Seemitte (Fischbach-Uttwil) von 2007 bis 2016.

Als Konsequenz mehrerer aufeinanderfolgender Jahre ohne Vollzirkulation, kommt es seit 2012 zu einer Konzentrationszunahme an Gesamtphosphor in den tiefen Wasserschichten unter 100 m. Am deutlichsten zeigt sich die Zunahme direkt über dem Seegrund in etwa 250 m Wassertiefe.

 

Langfristige Entwicklung der Stickstoff- und Chloridkonzentrationen im Bodensee-Obersee (Fischbach-Uttwil).

Der anorganische Stickstoff (Nitrat-, Nitrit- und Ammoniumstickstoff) mit Nitrat als Hauptkomponente liegt 2016 mit einem Jahresmittel von 0,89 mg/L leicht unter den Vorjahreswert von 0,91 mg/L. Damit liegt die Konzentration an anorganischem Stickstoff seit Anfang der 1980er Jahre im Bereich von ca. 0,9-1,0 mg/L.

Chlorid als Indikator vielfältiger Einträge aus dem Siedlungsbereich liegt nach zunehmendem Trend von 2008 (6,1 mg/L) bis 2013 (6,9 mg/L) seither konstant im Bereich 6,9-7,0 mg/L. Ein beträchtlicher Teil der Zunahme stammt aus der winterlichen Straßensalzung, wie im Grünen Bericht 37 ausgeführt wurde.

(Quelle: Bericht über den limnologischen Zustand des Bodensees im Jahr 2016, 63. Kommissionstagung)

Die zentrale Datenbank des Bodensee-Wasserinformationssystem beinhaltet zahlreiche biologische, chemische und physikalische Parameter (siehe BOWIS-ParameterlisteDownload-Link(PDF-Datei, 19,77 KB))

 

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